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Der I. Weltkrieg verursachte auch in dem
besiegten Ungarn Schwierigkeiten: unter den schweren Lebensumständen wurde auch das
Vertrauen zur Regierung erschüttert. Als Ministerpräsident István Tisza öffentlich
erklärt hat, dass Ungarn den Krieg verloren hat, stellte sich in kurzer Zeit eine Menge
von Politikern in die Anhängerschaft des oppositionellen, kriegsgegnerischen Mihály
Károlyi.
Das Machtübernehmen geschah am 30-31. Oktober 1918; nach dem Sieg der
bürgerlich-demokratischen Asterrevolution wurde die Unabhängige
Volksrepublik Ungarn verkündet, und die Károlyi-Partei nahm die Führung zu sich.
Ihre hohe Ziele erwiesen sich aber als unerreichbar unter den gegebenen Umständen, so
gelangen die Sozialdemokraten schnell in führende Position. Als am 20. März 1919. der
Entschluss der Pariser Friedenskonferenz (sog. Vix-Note), in dem man gefordert hat, dass
Ungarn seine Soldaten aus mächtigen Gebieten zurückziehen soll, in Budapest ankam,
trat das
Kabinett zurück. Die ausschließlich aus Sozialdemokraten bestehende neue Regierung
hat sich mit den früher verhafteten Kommunistenvorstehern in die Durchführung der
Diktatur des Proletariats und Verkündung der Räterepublik Ungarns schnell geeinigt. Die
neue Regierung mit der Führung von Béla Kun wies zuerst die Vix-Note ab. Dem folgte ein
sofortiger Krieg gegen die territorialen Forderungen gestellten Tschechoslowakei und
Rumänien.
Als Ergebnis der wechselhaft erfolgreichen Kämpfen (im Schatten der
Entente nicht zu vergessen!) und brechend eine inzwischen abgeschlossene
Vereinbarung, zog das rumänische Heer am 3-4 August 1919 in Budapest ein, und begann mit
der Ausräubung des Landes.
Nach der mehr als halbjährigen rumänischen Okkupation nahm Miklós
Horthy die Macht mit der Führung der in Illegalität entstandenen Nationalarmee zu sich.
Die Ententemächte haben dann so gedacht, sie dürfen mit einem Land und
mit dessen 21 Millionen Einwohnern Katzen und Maus spielen. So entstand am 4. Juni 1920
das sogenannte Trianoner Friedensdiktatum, das seinen Namen von dem in der
Nähe von Paris liegenden Schloss Trianon bekam. Dieser Vertrag nahm den Zweidrittel
des Gebietes von Ungarn weg, ohne Rücksicht auf die ethnische Zusammensetzung. Volksabstimmungen blieben erfolglos.
Das Wesen des Paktes war: die finanzielle Quellen Ungarns unerreichbar zu machen (die
größten Bergwerke, Wälder, industrielle Zentren und die reichste Städte lagen fast
ausschließlich auf den abgetrennten Gebieten), und je größere Macht für die Entente
zu sichern, vor allem für die sogenannte Klein-Entente: Rumänien, die Tschechoslowakei,
Jugoslawien.
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Dieser historische Überblick dient nur dem leichteren Verständnis der Zusammenhänge der Ereignisse. Wenn Sie die ganze Geschichte kennenlernen möchten, schlagen wir Ihnen vor, die anderen Teile unseres Homepage zu lesen.