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Wir sind ein bisschen wirklich zu weit gegangen.“

General Gondrecourt aus Frankreich
  
  

Der vierte Juni 1920. Einer der bedeutendsten Tage in der Geschichte des ungarischen Volkes: an diesem Tag wurde die Aufteilung Ungarns endgültig, wodurch auch mächtige, ausschließlich von Ungaren bewohnte Gebiete abgetrennt wurden.
  Das Dritte Reich versprach die Revision dieser Entscheidung (das konnte nur teilweise erfüllt werden): so sind wir auf die schlechte Seite geraten, und so hatte die Sowjetunion einen guten Vorwand, unser Land zu erobern. Denken wir nach: wir hatten keine andere Wahl, wir mussten uns der kommunistischen Diktatur unterwerfen. Die Expansionspolitik der herumliegenden Länder konnte aber erfüllt werden, ebenso, wie die wirtschaftliche Interessen des Westen. Nur das blieb unrelevant, dass die „Draußengebliebene“ unter dem Fremdenhass, und die in Ungarn gebliebene unter den Schwierigkeiten des Überlebens gelitten haben.
 
  Und das
geschah eben mit jener Nation, eben jene Kultur wurde gefährdet, die West-Europa so oft verteidigt hat, und die den Schutzschild des Christentums genannt war. Wir sollen nur an die Tatarengefahr des XIII. Jahrhunderts denken: viele ungarische Helden mussten fallen, bis die „Tatarenhorde“ sich umwandte, und nach Asien zurückkehrte. Oder was wäre geschehen, wenn wir mit den Balkanvölker die Verteidigung gegen die Türken nicht organisiert hätten, immer wenn sie nach Westen wollten? Was bekamen wir als Hilfe vom Westen? Einen werbenden Mönch, und den Mittagsglockenton (Seit 1456 Tradition auf christlichen Gebieten). Frankreich hat sogar die Türken zum Kampf angefeuert, Venedig und Genova haben sie durch die Dardanellen transportiert...
  1848-49, in dem Freiheitskrieg, wenn sie das alles hätten gutmachen können, haben sie keine Hilfe geleistet, hingewiesen auf Europas wirtschaftliches und politisches Gleichgewicht. Dieses gewisse Gleichgewicht war erst dann unwichtig, als 1920 in Trianon
Ungarn aufgeteilt wurde, und nach dem II. Weltkrieg, als man uns der Sowjetunion zur Beute gelassen hat.
  Außerdem sieht es so aus, dass jetzt, wenn wir uns an den Westen anschließen möchten, es will seinen wirtschaftlichen Vorteil krampfhaft halten, obwohl die Ursache unseres Rückstandes hauptsächlich ihre Grausamkeit ist: der „Friedensvertrag“ von Trianon.
  Das konnte nur deshalb vorkommen, denn die Sieger wollten beweisen, dass sie die Stärkeren sind. Stärker als 10 Millionen Ungarn.
 
  Das können und wollen wir natürlich nicht ändern, eine Revision hätte zur Zeit keinen Sinn. Wir haben nur die Absicht, diese historischen Fakten, die auch heute noch immer nicht genug allbekannt sind, bekannt zu machen. Jetzt, mit Hilfe der modernen Technik versuchen wir je mehr Leute darauf aufmerksam zu machen, was wirklich geschehen ist, welches Unrecht den in schlechten und schweren Umständen lebenden Ungarn begangen wurde.

  Wer sich im Thema mehr vertiefen will, dem schlagen wir die folgenden Bücher, die wir in unserer Arbeit benutzt haben, vor:
Ernő Raffay: Trianon titkai, avagy hogyan bántak el országunkkal
(Tornado Damenija Verlag, 1990)
Jenő Gergely und Pál Pritz: A trianoni Magyarország 1918–1945
(Vince Verlag, 1998)
Ferenc Glatz: Magyarok a Kárpát-Medencében
(Pallas Verlag, 1989)
Tibor Hetés: A magyarországi forradalmak krónikája 1918–1919
(Kossuth Kiadó, 1969)
Hajdu Tibor: Március huszonegyedike
(Kossuth Verlag, 1979);
Hetés Tibor: A magyarországi forradalmak krónikája 1918-1919
(Kossuth Verlag, 1969);
Károlyi Mihály: Hit, illúziók nélkül
(Memoirs of Michael Károlyi Faith Without Illusion · Európa Verlag, 1977);
Máté György: „Vörös jelek a hadak útján”
(Táncsics Verlag, 1969);
Henri Pozzi: La Guerre Revient...
(Budapest, 1935)
„A második Mohács“ aus der Aufsatz–Reihe „A mi XX. századunk” – von dem Magazin „Nők Lapja“ 2000/15.)
   Zur Biographie der in den Ereignissen teilnehmenden Personen haben wir diese Quellen angewendet:
Ki kicsoda a történelemben?
(Laude Verlag, 1996);
Magyar Larousse Enciklopédia
(Verlag der Akademie der Wissenschaften, 1991—92—94);
Révai Nagy Lexikona
(Budapest, 1935).

 
Meinungen, Kritik usw. an: trianon@norma.hu 

Attila Rostás und Zsolt Semperger, Schüler
des Gábor–Bethlen–Reformierten–Gymnasiums
in Hódmezővásárhely